Die „Pille danach“ ist keine Pille zur regulären Empfängnisverhütung und sollte nur in Ausnahmesituationen verwendet werden. Man kann die „Pille danach“ auch als Notfallverhütung bezeichnen. Sie ist für Situationen gedacht, in denen es zum ungeschützten Geschlechtsverkehr gekommen ist oder der Geschlechtsverkehr erzwungen wurde. In diesen Fällen kann die „Pille danach“ eine wirksame Hilfe sein, um eine ungewollte Schwangerschaft zu verhindern. Die „Pille danach“ enthält ein dem Gelbkörperhormon ähnliches Gestagen, das die Einnistung einer möglicherweise bereits befruchteten Eizelle in die Gebärmutterschleimhaut verhindert. Die in der „Pille danach“ enthaltenen Hormonmengen sind höher dosiert als in den normalen Pillen. Darum sollte dieses Notfallverhütungsmittel nur als solches gesehen werden, um eine Schwangerschaft zu verhindern.
Nach einem ungeschützten Verkehr sollte die Einnahme der „Pille danach“ möglichst schnell, innerhalb von 72 Stunden, erfolgen. Bei rechtzeitiger und genauer Anwendung ist von einer Sicherheit um 85 Prozent auszugehen. Je früher die „Pille danach“ eingenommen wird, umso zuverlässiger ist ihre Wirkung.
Ein ständiges Verhütungsmittel ist die „Pille danach“ nicht. Sie sollte deshalb nur im Notfall angewendet werden. Dann aber ist sie ein zuverlässiger Schutz vor einer ungewollten Schwangerschaft. Im Allgemeinen ist sie gut verträglich. Bei der Anwendung kommt es manchmal zu leichten Spannungsgefühlen in den Brüsten, selten auch zu Übelkeit und Erbrechen. Die darauffolgende Regel kann etwas früher oder später als gewohnt einsetzen. Diese Nebeneffekte sind nicht ungewöhnlich. Dennoch sollte die Frauenärztin/der Frauenarzt informiert werden, wenn Beschwerden auftreten oder die Blutung mehr als 5 Tage ausbleibt.
Eine „Pille danach“ ist, nicht verschreibungspflichtig und in der Apotheke erhältlich.